Erektile Dysfunktion
Unter der erektilen Dysfunktion (Erektionsstörung, Impotenz) versteht man die Unfähigkeit, eine ausreichende Erektion des Penis zu erzielen oder beizubehalten, die für den Vaginalverkehr und Ejakulation (d.h. erfolgreichen Geschlechtsverkehr) nötig ist. Epidemiologische Forschungen suggerieren, dass von 5% bis 20% Männer an mäßige oder schwere ED leiden. Erektionsstörung ist ein verbreitetes Problem, mit dem mehr als 140 Mio Männer weltweit konfrontiert werden (30 Mio von ihnen in den USA). Der Mangel an sexuelles Vergnügen, Probleme mit der Ejakulation oder Orgasmus ebenfalls charakterisieren die erektile Dysfunktion, oder Impotenz.
Erektion ist ein sequenzieller Prozess; er besteht aus Aktionspotentialen
im Gehirn, im Rückenmark, im Gebiet um den Penis, und aus der Reaktion
in den Muskeln, Bindegeweben, Venen und Arterien, und um die Schwellkörper.
Die Beschädigung eines dieser Elemente kann Erektionsstörungen verursachen.
Erektile
Dysfunktion wird klassifiziert in milde, mäßige und schwere.
Bei mehr als einer Hälfte der Männer mit ED hat dieses Problem medizinische Gründe wie z. B. der Diabetes, Durchblutungsstörungen, neurologische oder urologische Störungen. Adipositas, Nierenerkrankungen, übermäßiger Alkoholismus und Rauchen sind die mit ED verbundene Faktoren. Psychologische Faktoren wie Stress, Ängstlichkeit, Schuldgefühl, schwaches Selbstbewusstsein sind ebenfalls als mögliche Gründe der ED bemerkt.
Alter impliziert keine Impotenz. Sexuelle Reaktionen werden langsamer und weniger intensiv mit dem Alter, es kann mehr Zeit als in der Jugend einnehmen, eine Erektion zu erzielen. Jedoch kann die Erektion für eine längere Zeit beibehalten werden, als bei jüngeren Männern. Impotenz bei älteren Männern entsteht wahrscheinlich nicht wegen der Verringerung von Testosteron (männlicher Geschlechtshormon), sondern eher wegen psychischer Faktoren, Erkrankungen, chronischer Krankheiten wie Hypertonie, Diabetes, oder wegen der Arzneimittelanwendung.
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